Ableitung von Maßnahmen

Das Programm Denkanstöße! darf nicht bei der Analyse stehenbleiben. Die Auswertung der IEGL-Ergebnisse muss zu konkreten Schlussfolgerungen führen. Es kommt dabei auf die gemeinsamen Überlegungen von Kollegium und Leitung an: Was läuft gut und sollte weiter ausgebaut werden? Was bedarf der Veränderung? Auf welchem Wege kommen wir dazu? Hier ist zuerst zu prüfen, was aus eigener Kraft getan werden kann. Aber häufig reicht dies nicht aus, sondern es ist auch über externe Unterstützung nachzudenken. Denkanstöße! orientiert dabei auf drei Unterstützungsangebote:

1. Individuelle Auswertung und Beratung

Alle am Programm beteiligten Lehrerinnen und Lehrer erhalten eine individuelle Rückmeldung ihrer Ergebnisse. Auf dieser Grundlage kann im Weiteren, sofern gewünscht, ein persönliches Auswertungs- und Beratungsgespräch stattfinden. Die IEGL-Moderatorinnen und Moderatoren bringen dafür die Voraussetzungen mit. In dem Gespräch geht es darum, sowohl persönliche Ressourcen als auch mögliche gesundheitliche Risiken aufzuzeigen und sich darüber zu verständigen, wie erstere zu nutzen und letzteren entgegenzuwirken ist.

2. Gruppenbezogene Fördermaßnahmen

Die Unterstützung, die auf individueller Ebene eingeleitet wird, kann durch gruppenbezogene Maßnahmen aufgegriffen und weitergeführt werden. Hier sieht das Programm die Möglichkeit eines Gruppentrainings zur Kompetenzentwicklung und Belastungsbewältigung vor. Auch die Supervision bietet sich häufig an. Und schließlich ist an extern moderierte Gesundheitszirkel zu denken. Die IEGL-Moderatoren sind in der Lage, die geeigneten Empfehlungen für derartige Maßnahmen zu geben und deren Realisierung selbst oder auch mit Hilfe kompetenter Personen in die Wege zu leiten.

3. Begleitung der Schulleitung

Oft erweist sich die direkte Unterstützung der Schulleitungen in ihrer Führungsarbeit als die wichtigste Schlussfolgerung aus der vorliegenden Analyse. Auch hier können die Moderatoren teils direkt, teils mit Hilfe weiterer Personen ihren Beitrag leisten. Konkret geht es darum, den Schulleitungen bei zweierlei Aufgaben zur Seite zu stehen: bei der Schaffung sozialer Beziehungen, die durch ein Klima des Vertrauens, der gegenseitigen Wertschätzung und Hilfe geprägt sind, und bei der optimalen Ausnutzung der vor Ort gegebenen Möglichkeiten für eine gesundheitsförderliche Gestaltung der organisatorischen und sachbezogenen Arbeitsbedingungen.